Ein Tag in Köln 1629

Im Jahr 1629 ist Köln die grösste Stadt im Heiligen Römischen Reich. Während vor ihren Toren der Dreissigjährige Krieg tobt, herrscht hinter den Mauern trügerische Ruhe. Die Umbrüche dieser Zeit sind gigantisch: Neben Religionskrieg und Klimakrise sorgt vor allem der Hexenwahn für Angst und Schrecken unter den Menschen. An der Seite der Hebamme Anna Stein entdecken wir den Alltag der frühneuzeitlichen Metropole in all seinen Facetten. Ihr Einsatz für die Frauen und Kinder der Stadt und ihr Wissen um Heilkräuter bringen Anna hohes Ansehen bei ihren Mitbürgern ein. Doch der kleinste Fehler kann sie schnell in den Verdacht der Hexerei bringen. Ihrer kranken Schwester hilft Anna mit Schluckbildern von Heiligen, und für ihren verstorbenen Mann kauft sie Seelenmessen, um seine Zeit im Fegefeuer zu verkürzen. Auf den Märkten der Stadt werden Flugblätter gehandelt, deren Ton und Sensationslust modernen Boulevardmedien in nichts nachstehen