Aussortiert
In China finden Millionen Männer im heiratsfähigen Alter keine Frau mehr – genau wie in Indien und Südkorea. Mädchen werden entführt, verkauft, missbraucht. Der Frauenhandel boomt. Wie konnte es so weit kommen, und wer ist dafür verantwortlich, dass weltweit Millionen von Frauen fehlen? Die Filmautorinnen dokumentieren, dass der Frauenmangel kein nationales selbst verschuldetes Phänomen einzelner Länder ist, sondern Folge gezielter Bevölkerungspolitik von Industrie-Nationen nach dem Zweiten Weltkrieg und deren Angst vor einer Bevölkerungsexplosion: Entwicklungsgelder und der Einsatz medizinischer Geräte spielen damals wie heute eine erhebliche Rolle. Anhand von persönlichen Schicksalen aus Südkorea, China und Indien und belegt durch bisher unveröffentlichtes Archivmaterial, geht der Film den Gründen und Folgen des von Menschen gemachten Ungleichgewichts der Geschlechter nach. Und er schaut in die Zukunft: Das Phänomen des Frauenmangels und des Männerüberschusses destabilisiert immer mehr Gesellschaften weltweit
