Rosa Luxemburg

Unter dem Eindruck der Ersten Russischen Revolution ist Rosa Luxemburg (Barbara Sukowa) nach Polen gekommen, um mit ihrem Geliebten Leo Jogiches (Daniel Olbrychski) die Ideen der Arbeiterbewegung zu verbreiten. Geboren wurde sie 1871 als Tochter einer wohlhabenden, polnisch-jüdischen Kaufmannsfamilie. Nach ihrer Promotion zum Dr. jur. liess sie sich in Berlin nieder und trat der SPD bei. Sie war eine eigenwillige, dem Leben zugewandte Frau, kompromisslos im Privatleben und in ihrer Politik. Als Mitbegründerin des «Spartakus»-Bunds und Redakteurin der «Roten Fahne» setzt sie nach dem Krieg ihre Arbeit unter veränderten Vorzeichen fort. Den Optimismus ihres Genossen Liebknecht (Otto Sander), der auf eine deutsche Revolution hofft, teilt sie allerdings nicht. Und die Ereignisse geben ihr auf furchtbare Weise recht: In der Nacht vom 15. auf den 16. Januar 1919 werden Luxemburg und Liebknecht verhaftet und ermordet. Margarethe von Trottas Biopic (BRD 1986) zeichnet ein vielschichtiges Bild von der mutigen Rosa Luxemburg