Glauben. Warten

Vor hundert Jahren baute man selbst dem profanen Warten noch Schlösser: Um die Wartesäle des Kölner Hauptbahnhofs etwa errichtete man einen bunt gekachelten, orientalisch anmutenden Palast. Während wir heutzutage versuchen, das Warten möglichst loszuwerden – vertane Zeit im Zeichen des Echtzeitdiktats. Dabei ruft das Warten immerhin die kreative Kraft der Langeweile, der Entschleunigung hervor. Und geht einem doch tierisch auf die Nerven