Theresienstadt – Musik als Zuflucht
«Vom ersten Ton an geht es direkt in unsere Seele. Wir sind nicht mehr auf dieser Welt.» Die Dokumentation beginnt mit diesen Worten der Pianistin und Zeitzeugin Alice Herz-Sommer, die im Interview mit dem Geiger Daniel Hope die Macht der Musik beschreibt. Mit 110 Jahren (2013) ist sie die älteste Holocaust-Überlebende der Welt. Ein weiterer Musiker, der vom grausamen Leben im Ghetto berichtet, ist der Jazz-Gitarrist Coco Schumann, der mit den «Ghetto Swingers» täglich im sogenannten «Caféhaus» spielen musste. «Ich bin der Musik dankbar, weil sie mir das Leben gerettet hat,» berichtet er aus heutiger Perspektive, während er für diese Produktion noch einmal die Last auf sich nimmt, durch die Gassen von Theresienstadt zu gehen. Die Nationalsozialisten bauten Theresienstadt perfide und systematisch als Vorzeigelager auf
