scobel. Die Kunst der Entscheidung

Die Schwere einer Entscheidung ist abhängig vom Kontext. Ob man Schuhe oder Immobilien kauft, macht einen Unterschied. Je höher die finanziellen Belastungen und existentiellen Risiken sind, desto mehr bedarf es einer Planung und Kosten-Nutzen-Abwägung. In den Wirtschaftswissenschaften ist das Modell des «Homo oeconomicus» weit verbreitet. Nach diesem Erklärungsansatz resultieren dort Entscheidungen aus rein rationalen Erwägungen. Doch dass dies häufig nicht der Fall ist, haben Verhaltensökonomen durch Experimente nachgewiesen. Sie sprechen von einer begrenzten Rationalität und rücken kognitive Verzerrungen und Nutzen-Erwartungen in den Mittelpunkt ihrer Studien. Kognitionspsychologen haben solche Forschungsergebnisse inzwischen durch andere Untersuchungen bekräftigt und erweitert. Nach ihren Ansichten beruhen Entscheidungen vor allem auf dem Zusammenspiel von Kognitionen, Informationen und Emotionen. Gert Scobel diskutiert mit seinen Gästen verschiedene wissenschaftliche Perspektiven auf Entscheidungen, ihre Vor- und ihre Nachteile