Katholische Welt. Eine Erinnerung an Hugo M. Enomiya-Lassalle
Vor genau 120 Jahren wurde Hugo Lassalle am 11. November 1898 in Westfalen geboren. 1919 trat er in den Jesuitenorden ein, der ihn als Missionar nach Japan sandte. Dort wurde der junge Priester zu einem Pionier des Dialogs und erlernte als einer der ersten Christen die buddhistische Zen-Meditation. Am 6. August 1945 überlebte Lassalle wie durch ein Wunder den Abwurf der US-amerikanischen Atombombe über Hiroshima. Viele seiner Freunde sagen, er habe den Albtraum dieses Tages nur dank der Kraft der Meditation überstanden. Aus Solidarität mit dem japanischen Volk nahm der Jesuit die japanische Staatsbürgerschaft an. In den letzten Jahrzehnten seines Lebens machte er auf Reisen rund um den Globus ein breites christliches Publikum mit Zen vertraut. Die tiefen Erfahrungen der Meditation sollten der Menschheit helfen, ein «neues Bewusstsein» zu erlangen und ein Zeitalter des Friedens aufzubauen
