Hörspiel. «Montauk» von Max Frisch (2/2)
In «Montauk» blickt Max Frisch zurück auf das Leben eines Ehemannes, Liebhabers, notorischen Fremdgängers: «Ich möchte wissen, was ich, schreibend unter Kunstzwang, erfahre über mein Leben als Mann.» In einer Collage aus Erinnerungen, Tagebuchauszügen und Selbstreflexionen seziert Frisch sein Lebens- und Liebesbild. Die Übersetzung ins akustische Medium ergänzt die offene Struktur der Vorlage mit Briefen von Uwe Johnson und Marianne Frisch, die sich als direkt Betroffene kritisch mit der Frage auseinandersetzen: Wie privat darf eine Veröffentlichung sein? So wird auch für heutige Ohren erleb- und überprüfbar, was Frisch mit seinem programmatisch-problematischen Versuch eines «aufrichtigen» Schreibens im Sinn hatte
