kreuz und quer. Das Christentum und die Sexualität (1/3)

In der ersten Folge dieser dreiteiligen Serie spürt der Kirchenhistoriker und Theologe Diarmaid MacCulloch den Ursprüngen jener religiös motivierten Gesellschaftsmoral nach, die noch heute die offizielle Haltung der christlichen Kirche zu Themen wie Sex und Ehe prägt. Diese Reise führt zurück bis zum Beginn des Christentums. So zeigt sich etwa, dass Jesus selbst vermutlich wenig zu sagen hatte, wenn es um die Haltung der frühen Christen zum Geschlechtsverkehr ging. Massgeblich waren vielmehr die Sitten und Bräuche der damaligen Gemeinschaften. Deren Fokus lag auf Fortpflanzung und Familie, entsprechend wichtig war ihnen der eheliche Rahmen. Dies schlug sich auch in der Haltung der Kirche nieder: Aussereheliche Beziehungen wurden ganz folgerichtig verurteilt