Phoenix
Deutschland, 1945. Die Sängerin Nelly Lenz (Nina Hoss) verlässt das Konzentrationslager lebend, aber so schwer zugerichtet, dass ihr Gesicht rekonstruiert werden muss. Obwohl der plastische Chirurg ganze Arbeit leistet, sieht ihr Mann Johnny (Ronald Zehrfeld) beim Wiedersehen im zerbombten Berlin in ihr eine Fremde, die der toten Nelly nur ähnelt – und sie lässt ihn im Glauben. Johnny spannt die vermeintliche Doppelgängerin ein, um an das Geld von Nellys Familie zu gelangen. Nelly spielt mit, hegt dabei aber ihre ganz eigenen Absichten. Denn der Deutsche hatte damals zwar für seine Jüdin ein Versteck gefunden. Zuletzt wurde sie gleichwohl an die Nazis verraten, und Nelly muss wissen, ob jener Mann sie nach Auschwitz schickte, der noch immer die Liebe ihres Lebens ist. Das hintersinnige Drama (DE 2014) von Christian Petzold zeigt, wie unterschiedlich die Menschen das Grauen verarbeiten
