DOK. 1968 – Frauen verändern die Gesellschaft
Mit Zusammenstössen zwischen Autoritäten und Jugendlichen an Grosskonzerten und den Globuskrawallen erfasste die 1968er-Bewegung auch die Schweiz. Der Frust gegenüber Obrigkeiten und globalen Ungerechtigkeiten wandelte sich in einen grossen Glauben an Veränderung und wurde zum Aufbruch in allen gesellschaftlichen Bereichen. Für viele Schweizer Frauen war 1968 der Anlass, endlich laut zu werden. Zwar setzten sich Verbände schon seit Jahrzehnten für das Frauenstimmrecht ein, aber die 68erinnen gaben den Anliegen der Frauen eine neue Dimension, sowohl in ihren Forderungen als auch in Protestformen und Aktionen. Die «neuen» Frauen kehrten das Privatleben nach aussen, der Slogan lautete «Das Private ist politisch». Kurz: Die 68er-Frauen wollten eine umfassende Gleichstellung der Geschlechter. Dass der Kampf noch nicht zu Ende ist, zeigen aktuelle Bewegungen wie die #MeToo-Debatte
