Glauben. Wir sind dann mal weg
Diese Gläubigen liessen sich nicht einmal von den Nazis und ihren Schikanen aufhalten: Alljährlich um Pfingsten herum pilgern die Matthias-Bruderschaften zu dem Ort, an dem der Überlieferung nach der Apostel Matthias begraben liegt. 1127 begannen diese Wallfahrten nach Trier; und einige Pilger gehen bis heute Jahr für Jahr mehrere Hundert Kilometer zu Fuss, bei jedem Wetter. Um Dank abzustatten, um Gott in der Natur zu erfahren – zu früheren Zeiten, um einmal die Enge des Heimatdorfes zu verlassen – heute häufig, um zu meditieren und manchmal auch aus sportlichem Ehrgeiz. Ein einzigartiges Gemeinschaftserlebnis und eine besondere Gelassenheit, die sie in den Alltag mitnehmen, sind von jeher Anreiz, dass sich Menschen zwischen 8 und 80 Jahren auf den Weg machen
