Echtes Leben. 24-Stunden Kitas
Montagmorgen, 5:30 Uhr in Hamburg. Ida ist elf Monate alt und muss aufstehen. Zeit für die Kita. Idas Eltern Merle und Jérôme sind Rettungs- beziehungsweise Notfallsanitäter. Sie arbeiten im Zwei-Schicht-System: 12 Stunden tagsüber oder 12 Stunden nachts. Arbeitszeiten, die mit den Betreuungszeiten vieler Krippen und Kitas nicht vereinbar sind. Deshalb besucht ihre Tochter Ida eine 24-Stunden-Kita. Dort soll sie demnächst auch regelmässig übernachten. Bisher hat Ida bei den Grosseltern geschlafen, wenn Merle und Jérôme gleichzeitig Nachtschicht hatten. Seit 2016 entstehen mehr und mehr 24-Stunden-Kitas in Deutschland – finanziell gefördert vom Bund. Dort können Kinder rund um die Uhr betreut werden. Auch am Wochenende. Denn immer mehr Menschen – darunter viele Eltern – arbeiten ausserhalb der üblichen Arbeitszeiten: abends, nachts oder am Wochenende
