Fieber
Franziskas Vater (Martin Wuttke) war einst Fremdenlegionär in Marokko, Algerien und Syrien. Die Fotografien, die er von dort mitbringt, zeigen die Schönheit Nordafrikas genauso wie die unerbittliche Grausamkeit des Krieges. Fasziniert und erschüttert zugleich, flieht das fantasievolle Mädchen in die Bilder und aus der angespannten Familiensituation: den Alpträumen des autoritären Vaters, der hilflosen Mutter, dem Leiden des verängstigten kleinen Bruders. Die Bilder werfen Fragen auf, die keiner beantworten möchte. Jahrzehnte später gibt es diese Fragen zu Krieg und Töten immer noch. Die erwachsene Franziska (Eva Mattes) versucht nun, Antworten zu finden, sich den Geschichten, die ihr nicht gehören, und den Bildern, die sie nicht loslassen, zu stellen. Sie beginnt ihre Reise im serbischen Novi Sad, wo der Vater als Jugendlicher jesuitische Seminare besuchte. Elfi Mikesch, Dokumentar- und Experimentalfilmerin, hat in «Fieber» (AT/DE 2013) ihre eigenen Kindheitserinnerungen verarbeitet
