Der Krieg meiner Tochter (La route d’Istanbul)

Das Leben von Elisabeth (Astrid Whettnall) kippt aus den Fugen, als sie von der Polizei erfährt, dass ihre einzige Tochter Elodie (Pauline Burlet), 18, in der Türkei observiert wurde. Sie ist angeblich unterwegs auf der Rekruten-Route des IS, um sich den Dschihadisten in Syrien anzuschliessen. Begleitet von einem Mann, Kader (Bilal Aya), von dem Elisabeth nie gehört hat. Die Mutter versucht alles, um in Kontakt mit Elodie zu kommen. Gegenüber der Person aber, die ihr antwortet, ist sie hilflos ausgeliefert: ist dies ihre Tochter, erkennt sie in der zum Islam Konvertierten, zum rücksichtslosen Kampf gegen die «Ungläubigen» Entschlossenen ihr eigenes Mädchen wieder? Der französisch-algerische Regisseur Rachid Bouchareb verhandelt in diesem Drama (FR/BEL/ALG 2016) ein Thema von brennender Aktualität ohne dabei jedoch Vorurteile zu zementieren