Evangelische Perspektiven. Martin Luther King und sein Erbe
Vor 50 Jahren, am 4. April 1968 wurde der Bürgerrechtler Martin Luther King Jr. in Memphis, Tennessee, erschossen. Der Baptistenprediger war damals 39 Jahre alt. Schon zu Lebzeiten war King zur Ikone des gewaltlosen Widerstands geworden, zur Symbolfigur des Kampfs der schwarzen US-Bürgerrechtsbewegung um Gleichberechtigung und Versöhnung. Die Anhänger des Civil Right Movements und ihr charismatischer Wortführer, Martin Luther King, trauten sich das, was in den späten Fünfziger und frühen Sechziger Jahren kein weisser Politiker in Washington wagte: gegen die Apartheid, die gesetzliche Rassentrennung in den USA aufzubegehren. Gott steht auf der Seite der Unterdrückten – damit machte Luther King die wichtigste Institution im schwarzen Amerika, die segregierten Kirchen und ihre Anhänger zum Rückgrat des Protests. Was ist aus diesem Traum geworden?
