HörPunkt. Nomen est omen
«Nomen est omen» – schon die alten Römer wussten, dass Namen auch Zeichen sind. Das lernt man als kleines Kind, wenn man Asterix liest und dabei über sprechende Namen stolpert, wie etwa jenen des unbestechlichen Finanzbeamten Claudius Incorruptus in «Asterix bei den Schweizern». Oder wenn man Kevin heisst und für die gleiche Leistung schlechtere Schulnoten bekommt. Namen verheissen soziales Kapital – können aber auch diskriminieren. Diese Erfahrung machen oft Migrantinnen und Migranten in der Schweiz, die mit ihrem ausländischen Namen auf Job- oder Wohnungssuche sind. Namen stiften aber auch Identität. Trotz Globalisierung und Digitalisierung schätzen die Menschen offenbar den kleinen Namensunterschied
