Eine Kindheit in Tiflis
Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion herrscht in Tiflis das reinste Chaos. Der Schwarzhandel blüht, die Wirtschaft kollabiert und die Konflikte zwischen verschiedenen separatistischen Gruppen münden bald in einen Bürgerkrieg. Der 17-jährige Giorgi (Irakli Basti Ramishvili) lebt mit seinem kleinen Bruder Datuna (Zuka Tsirekidze) bei der Mutter. Da Giorgi noch nicht 18 ist, muss er zum Glück nicht in den Krieg, aber in ihrer direkten Umgebung kommt es immer wieder zu Gewaltausschreitungen. Dann wird Giorgi angeschossen, aus einem vorbeifahrenden Auto heraus. Und Datuna wird Zeuge einer Hinrichtung. Ein Ereignis, das das zu depressiven Phasen neigende Kind zutiefst verstört. Giorgi steht vor einem Dilemma. Wie soll er Datuna davon abhalten, wie er einen kriminellen Weg einzuschlagen? Téona und Thierry Grenades Spielfilm (FR/GEO 2013) zeigt eine grauenhafte Realität, die dem westlichen Publikum gänzlich unvertraut ist
