kreuz und quer. Im Angesicht des Todes
Jacques Mourad ist Pater der Ordensgemeinschaft, die das Kloster Mar Elian betreut, eines der wichtigsten Wallfahrtzentren Syriens. Als der IS im August 2015 Karjatain eroberte, wurden über 200 christliche Einwohner und Ordensbrüder in Geiselhaft genommen – unter ihnen auch Pater Jacques Mourad. Dessen Schicksal hatte auch im Westen eine grosse Anteilnahme ausgelöst. Mourad gelang im Oktober 2015 die Flucht, mindestens acht Geiseln wurden vom IS getötet. Ausgerechnet sein Engagement für ein friedliches Zusammenleben von Christen und Muslimen war es, das ihn zur Zielscheibe der militanten Islamisten machte. Denn sein Kloster Mar Elian in Karjatain galt nicht nur als Zentrum christlich-islamischen Dialoges, sondern war zuletzt auch Zufluchtsstätte für Flüchtlinge. Dass ihn seine Peiniger dennoch nicht töteten, verdankt er Muslimen, die ihm zur Flucht aus seiner IS Gefangenschaft verhalfen. Zurück nach Syrien kann Pater Jacques jedoch nicht
