König Ludwig I. und seine Bavaria
Schon als Kronprinz galt der künftige bayerische König Ludwig I. als ausgesprochener Kunstkenner und -liebhaber. Er war ein Bewunderer und Förderer des Klassizismus, der sich nach seiner Inthronisierung den Traum eines patriotischen Denkmals an strategisch bedeutsamer Stelle, der Theresienwiese, selbst erfüllte. Mit einem imposanten Bauwerk wollte er gleichzeitig seine innere Unabhängigkeit gegenüber Napoleon I. zur Schau stellen. Und so entstanden die Pläne für die Figur der Bavaria sowie einer sie «umarmenden» Ruhmeshalle, vorgelegt vom Architekten Leo von Klenze, dem eine Art «Akropolis an der Isar» vorschwebte. Um der Statue den notwendigen bayerischen Schliff zu verleihen, engagierte König Ludwig I. zusätzlich den Bildhauer Michael von Schwanthaler, und so entstand die Vorlage einer «germanisierten» Bavaria mit Fell, Eichenkranz und Löwe
