Der Saustall (Coup de torchon)
Französisch-Westafrika im Jahre 1938. Der Kolonialpolizist Lucien Cordier (Philippe Noiret) soll in dem kleinen Ort Bourkassa Ourbangui für Ordnung sorgen. In den Augen der anderen Weissen im Ort ist er allerdings nur eine Witzfigur ohne Autorität. Nicht mal sein Dienstrevolver, den er ständig umgeschnallt trägt, macht irgendjemandem Eindruck. Sogar seine Frau Huguette (Stéphane Audran) nennt ihn verächtlich einen Schwächling und betrügt ihn. Eines Tages glaubt Cordier, sich bei einem Vorgesetzten Rat holen zu müssen. Cordier verfolgt den Rat: er erschiesst zwei Bordellbesitzer, die ihn lange lächerlich gemacht haben. Mercaillou, dessen Frau Rose von Cordier im Bett getröstet wird, ist sein nächstes Opfer. Und die Liste derer, die noch dran glauben sollen, ist damit keineswegs zu Ende … Bertrand Tavernier selbst nannte die zynisch-witzige Passionsgeschichte (FR 1981) über die Unzulänglichkeit menschlicher Verhältnisse eine «metaphysische Komödie»
