ZDF-History. Gefangen im Kreml – Die russischen First Ladies
Als 1917 die Revolution Frauen den Männern gleichstellt, ist die Sowjetunion das fortschrittlichste Land der Welt: Frauen dürfen wählen, studieren und in die Politik gehen. Allen voran Nadeschda Krupskaja, die Ehefrau und Kampfgefährtin von Revolutionsführer Lenin. Mit seinem Nachfolger Stalin jedoch verschwinden die Frauen im Kreml wieder von der Bildfläche. Der Diktator entmachtet Krupskaja, seine Ehefrau Nadeschda Allilujewa darf nicht mehr öffentlich auftreten. Den anderen Kreml-Frauen verordnet Stalin ein traditionelles Lebensmodell, das lange gegolten hat. Dies ändert sich erst gegen Ende der Sowjetunion. Trotz politischer Umwälzungen wird auch von Raissa Gorbatschowa, der Ehefrau von Michail Gorbatschow, erwartet, dass sie sich zurückhält und gehorcht. Doch sie lehnt sich auf und handelt eigenständig. Am Ende zerbricht die Frau des grossen Reformers am starren Kreml-Apparat. Nur einer gelingt es, sich aus dem Bann der Macht zu befreien: Ljudmila Putina
