Tandem. Ein deutsches Mädchen
Mit fünf Jahren schickten ihre Eltern sie das erste Mal alleine in ein Ferienlager von Neonazis. Sie lernte SS-Lieder, hielt den Holocaust für eine Lüge, absolvierte endlose Nachtmärsche und wuchs mit klaren Feindbildern auf, zu denen nicht nur Lehrer gehörten, sondern «das ganze System». Ihre Grosseltern, ihr Vater, die Freunde der Eltern, deren Kinder: alle Nazis. Als Jugendliche überfiel sie mit ihren Kameraden Punks und einen Pressefotografen, soff und fühlte sich als Teil einer Elite. Mit 18 schaffte sie den Ausstieg. Heidi Benneckenstein hat darüber ein Buch geschrieben
