Leben im Schloss (La vie de chateau)

Jérôme (Philippe Noiret) bewohnt mit seiner Frau Marie (Catherine Deneuve) und seiner Mutter ein Schloss in der Basse-Normandie, in der Umgebung von Arromanches. Ein Widerstandskämpfer der Résistance fällt eines Morgens regelrecht vom Himmel – er hängt mit seinem Fallschirm in einem Baum im Garten fest. Julien (Henri Garcin) kommt direkt aus England und soll die letzten Vorkehrungen für die Landung amerikanischer Fallschirmspringer treffen. Marie, jung, hübsch und voller Energie, langweilt sich schrecklich auf dem Land und träumt von einem Leben in der Hauptstadt. Ihr Mann ist unpolitisch und hält Abstand zur Résistance, was nicht nur den Schwiegervater konsterniert, sondern vor allem Marie. Sie träumt davon, einen heldenhaften Ehemann zu haben. Genau diese Art von Held scheint der Widerstandskämpfer Julien zu verkörpern. Jean-Paul Rappeneau verbindet geschickt die Geschichte einer Frau mit der Zeitgeschichte (FR 1965)