Feature. Das Massaker von Marikana

Am 16. August 2012 wurden in der südafrikanischen Bergbauregion Marikana 34 Minenarbeiter während eines Streiks von der Polizei erschossen. Die Kommission zur Aufarbeitung des Massakers offenbarte das Desinteresse des Staates und ihres Präsidenten Jacob Zuma, die wahren Schuldigen des Verbrechens zu finden. Fünf Jahre später sind die Opfer des Massakers oder ihre Angehörigen in Mannheim, um den Chemiekonzern BASF an seine Lieferkettenverantwortung zu erinnern. BASF ist heute wie damals der Hauptabnehmer des Bergbauunternehmens LONMIN und bezieht aus den Minen von Marikana den wertvollen Rohstoff Platin – im Wert von 2 Millionen Euro täglich. Das Edelmetall findet etwa in PKW-Katalysatoren Verwendung, während die Minenarbeiter das Platin unter gesundheitsgefährdenden Bedingungen schürfen