Hörspiel. «Die letztesten Dinge» von Gion Mathias Cavelty (2/3)

Dieses Hörspiel ist ein einziges Als-ob. Es gründet im Nichts, handelt von Ideen und ist bevölkert von Geisterwesen. Auch Gott ist nichts mehr als eine Idee. Er war, in Gestalt einer Lichtfrucht, am Ende des ersten Teils der «Andouillette-Trilogie» von der armen Seele des Ich-Erzählers heroisch vor der endgültigen Vernichtung gerettet worden. Jetzt vegetiert Gott antriebslos vor sich hin, bis er ohne rechten Willen dennoch den Schöpfungsprozess in Gang setzt. So entsteht, noch vor allem anderen, der strahlend schöne Media Markt. Gion Mathias Cavelty treibt ein ebenso tiefsinniges wie respektlos-satirisches Spiel mit theologischen, philosophischen und popkulturellen Motiven. Aber eben, das Hörspiel bleibt – das kommt hier glasklar zum Ausdruck – getreu seinem Wesen im Status der reinen Idee. Ein reines Hörerlebnis, wenn überhaupt. Und wahrscheinlich ist das auch besser so. Im zweiten Teil seiner «Andouillette-Trilogie» geht Gion Mathias Cavelty Fragen wie «Wo befindet sich das paradiesischste aller Paradiese?» auf den Grund