Don Camillo und Peppone

1946, das kleine Dorf Boscaccio in der Po-Ebene Norditaliens: Hochwürden Don Camillo (Fernandel), der temperamentvolle Pfarrer des Ortes, und sein nicht weniger streitbarer Erzfeind Peppone (Gino Cervi), Bürgermeister und Kommunist, leben in trauter Zwietracht. Dabei verfolgen beide Männer stets dasselbe Ziel: das Dorf und seine Bewohner glücklich zu machen. Nur sind ihre Vorstellungen vom Glück leider grundverschieden. Entsprechend liegen sich Don Camillo und Peppone oft in den Haaren. Als Peppone und seine Genossen zum Beispiel nach ihrem Wahlsieg einen feierlichen Umzug veranstalten, eilt Don Camillo zum Glockenturm und übertönt mit Glockengeläut die Festansprache des Bürgermeisters. Julien Duviviers Komödie «Don Camillo und Peppone» (IT/FR 1952) war der Auftakt zu einer der erfolgreichsten Filmreihen der 1950er. Liebevoll nimmt der Klassiker italienische Eigenarten aufs Korn und karikiert religiöse wie politische Verblendung und Intoleranz