Der Pi-Code

Martin Armstrong war immer anders. Als Kind sammelte er wie besessen Münzen, als Teenager war er Millionär. Anfang der 80er entwickelte er dann ein Computermodell, das die Finanzwelt elektrisierte. Basierend auf der magischen Zahl Pi und gefüttert mit historischen Wirtschaftsdaten, sagte sein Modell mehrere grosse Wendepunkte der Weltwirtschaft erstaunlich präzise voraus – auch die Finanzkrise 2007. Kunden aus der ganzen Welt bezahlten viel Geld für seine Vorhersagen. Mit seiner Beraterfirma «Princeton Economics International» hatte er zeitweise mehr als drei Milliarden Dollar unter Vertrag. Im September 1999 stürmte das F.B.I. sein Büro. Man warf ihm ein Drei-Milliarden-Dollar-Schneeballsystem vor. 12 Jahre lang verbrachte er im US-amerikanischen Gefängnis. Ohne Urteil. Der Regierung sei es um seine Formel gegangen, behauptet Armstrong. Wollte man einen Unbequemen für ein paar Jahre zum Schweigen bringen oder ist Martin Armstrong ein Betrüger?