Feature. Auf der Flucht vor Allah
Für Rechtspopulisten, Ausländerbehörden und Medien sind Flüchtlinge aus islamischen Herkunftsländern vor allem eines: Muslime. Doch immer mehr Asylsuchende wollen sich von diesem Stigma befreien. Sie sind Atheisten, Agnostiker und Säkulare aus Ländern wie Syrien, Iran, Irak oder Marokko. In ihren Heimatländern hatten sie es nicht einfach: Ächtung durch Gesellschaft und Familie, staatliche Verfolgung und sogar die Verhängung der Todesstrafe waren Folgen ihres säkularen Weltbildes. Jetzt versuchen sie in Europa ein neues Leben anzufangen. Doch selbst hier können sie sich nicht sicher fühlen. Religiöse Fanatiker agieren auch hier – in Flüchtlingsheimen und in sozialen Netzwerken. Auf die Solidarität unserer Gesellschaft können sie sich nicht verlassen
