Glauben. Nicht alles ist käuflich

Vor mehr als 100 Jahren brachten deutsche Kaufleute und Missionare ihre Religion in das südafrikanische Namibia, wo sie Wurzeln schlug. Nach Ende des ersten Weltkriegs musste die deutsche Kolonialmacht wieder abziehen und Fehler wie den Völkermord an den Herero und Nama eingestehen. Das Christentum blieb. In der nachfolgenden Zeit der kolonialen Besatzung durch Südafrika profilierte es sich als Anwalt der Ausgegrenzten und Armen. Heute bekennen sich über 90 Prozent der Bevölkerung zu einer christlichen Kirche, rund die Hälfte sind Lutheraner. 2017 führte die internationale Vollversammlung des Lutherischen Weltbundes zum 500-jährigen Reformationsjubiläum ökumenische Gäste aus aller Welt nach Namibia und liess die globale Dimension christlicher Verantwortung deutlich werden