Glauben. Freier Glaube, freie Menschen (4/4)

Die Reformation verändert die Gesellschaft in vielen Bereichen: Durch die Freiheit im Glauben wird der Christenmensch unabhängig von äusseren Einflüssen. Individuelles Denken und Handeln kommen in Mode. Bildung wird Allgemeingut: Jeder Mensch, gleich welcher Herkunft, soll lesen und schreiben können. Die Reform des Gemeinde- und Schulwesens, die Neuordnung des Gottesdienstes und der Armenversorgung führen zu mehr sozialer Gerechtigkeit. Fleiss und Disziplin gelten fortan als Zeichen von Gottgefälligkeit. Das protestantische Berufsethos sorgt in vielen Regionen Europas für wirtschaftlichen Aufschwung. Aber die Reformation verändert auch entscheidend das Privatleben und die Rolle der Frau: Kinder sind nicht mehr alleiniger Zweck der Ehe, Sexualität ist keine Sünde und die Ehe kein heiliges Sakrament mehr