Kontext. Gefangen in der Paranoia – Die Schweiz im Kalten Krieg

Die Paranoia bewirkte einen äusserst rabiaten Antikommunismus. Wie war dies möglich in der freiheitlichen und demokratischen Schweiz? Aus heutiger Sicht relativieren sich zwar die Bedrohungsszenarien, welche die Jahrzehnte nach dem Zweiten Weltkrieg bis zur Wende 1990 geprägt haben. Im damaligen bleiernen Klima hatte jedoch der Feind einen klaren Namen: Moskau. Das Land entfernte sich in besorgniserregendem Ausmass von vermeintlich typisch schweizerischen Grundwerten. Ein Einzelfall in der Schweizer Geschichte – oder doch mehr? Es diskutieren: Thomas Buomberger, freischaffender Historiker in Winterthur, Monika Gisler, freischaffende Historikerin, Leiterin der Forschungsstelle «Unternehmen Geschichte» in Zürich und Rudolf Jaun, emeritierter Geschichtsprofessor an der Universität Zürich