Glauben. Zweifeln statt glauben – Günter Grass und die Religion

Der Schriftsteller Günter Grass hat sich oft mit Glaube, Kirche und Religion auseinandergesetzt – stets kritisch und auch ironisch. Er glaubte an kein Paradies und keine Erlösung, sah nur eine gefallene Schöpfung, der allenfalls mit Vernunft noch zu helfen sei. Seine Bücher «Die Blechtrommel» und «Katz und Maus» galten als «gotteslästerlich». Dabei war der spätere Nobelpreisträger kein Atheist und hat sich nie über wirklich gläubige Menschen lustig gemacht. Der «heidnische Katholik», wie er sich nannte, zweifelte nur, ob es einen Gott gäbe, und hasste Bigotterie und Heuchelei