La La Land
Sie suchen beide in Los Angeles das grosse Los: Mia strebt eine Karriere als Schauspielerin an, Sebastian wäre gerne ein grosser Jazzpianist mit eigenem Club. Während sich Mia von einem erfolglosen Casting zum nächsten hangelt, muss Sebastian für ein paar Dollar im Restaurant Weihnachtslieder klimpern. Lange hält er das nicht aus und spielt wieder seine eigenen Songs, es hört sowieso niemand zu. Ausser Mia, die genau in dem Moment hereinschneit. Der gleiche Traum verbindet die beiden, daraus erwächst Freundschaft, aus Freundschaft Liebe. Doch hat diese auch Bestand, wenn der Erfolg plötzlich anklopft?
Seit seinem Zweitling «Whiplash» gilt der 32-jährige Regisseur Damien Chazelle als Hollywoods neue Geheimwaffe. Eine Wundertüte, weil er in keinem Genre behaftet ist. Wagemutig mag es erscheinen, sich in Zeiten von Comicverfilmungen an ein Musical heranzutrauen. Doch genau dieses Andere ist es, was «La La Land» so stark macht: Eine Hommage an die Ära der grossen Hollywood-Musicals, mit einem gut aufgelegten Fred Astaire/Ginger Rogers-Pärchen. Gleichzeitig hält «La La Land» der Traumfabrik den Spiegel vor. Denn der Sprung nach oben, falls man ihn denn schafft, bringt immer Opfer mit sich. In all dem märchenhaften, was diesem kleinen Wunderwerk anhaftet, verliert sich nie der Blick für die Realität. Dies geschieht auf so eine charmante, warmherzige Art und Weise, dass man diese Geschichte selbst in den traurigen Momenten einfach nur schön finden kann.
Sarah Stutte, Filmjournalistin
«La La Land», USA 2016, Regie: Damien Chazelle, Besetzung: Ryan Gosling, Emma Stone, John Legend; Verleih: Ascot Elite, http://www.ascot-elite.ch; Filmhomepage: http://www.lalaland.movie
Kinostart: 12. Januar 2017
