Boychoir
Stet ist ein Junge mit einem wunderbaren Gesangstalent. Doch seine Chancen darauf, diese Gabe wirklich entwickeln zu können, stehen schlecht. In der Schule fällt er auf durch aggressives Verhalten und Schlägereien. Seine Mutter spricht dem Alkohol zu und hat kaum das eigene Leben im Griff. So ist es an der Schulleiterin, Stet auf die richtige Spur zu führen. Sie lädt den «National Boychoir» zu einem Konzert an die Schule ein. Doch Stet glaubt nicht wirklich an sein Stimmtalent und läuft vor dieser Gelegenheit davon. Erst ein schwerer Schicksalsschlag zwingt ihn, ins Internat der renommierten Bubenchorschule zu gehen und die strenge Schule der Stimmausbildung zu durchlaufen.
«Boychoir» reiht sich in die herausragenden Filme über Ensembles und Chöre ein, die in den letzten Jahren erschienen sind. Mit Dustin Hoffman wurde zudem ein Schauspieler gewonnen, der den gestrengen Chorleiter mit viel Verve gibt. Hervorragend sind die Kinderschauspieler. Die Dramaturgie ist stimmig und im richtigen Moment auch berührend. Der Film ist gehobene Unterhaltung mit Charakterstärke und einer sozialen Botschaft: Die Musik ist etwas Heiliges und sie kann Menschen heilen. Mit dieser humanistischen Perspektive geht man beschwingt aus dem Kino, mit der Gewissheit, dass das Leben gelingen kann.
Charles Martig, Filmjournalist Katholisches Medienzentrum
charles.martig@kath.ch
«Boychoir», USA 2014, Regie: François Girard, Pooja Singh, Besetzung: Garrett Wareing, Kathy Bates, Dustin Hoffman; Verleih: Impuls Pictures AG, Telefon: 041 748 35 35, Internet:http://www.img.biz/de/impuls-pictures; Filmwebsite: http://www.der-chor-film.de
Kinostart: 3. September 2015
