Feature. Mitleidsökonomie

Mehr als 900 Tafeln versorgen in Deutschland über 1,5 Millionen Menschen mit günstigen Lebensmitteln, die in Supermärkten nicht mehr verkauft werden können. Aus einer kleinen Initiative, die Obdachlosen helfen wollte, ist eine der grössten sozialen Bewegungen geworden. Kritiker monieren, dass sozial Schwache durch die Tafeln zu «Müllverwertern» degradiert würden. Sie fragen: Entsteht durch die Tafelläden eine «Mitleidsökonomie», die dafür sorgt, dass sich die gesellschaftlichen Verhältnisse nicht ändern müssen?