Hörspiel. «Bahnwärter Thiel» von Gerhart Hauptmann

«Bahnwärter Thiel» von 1888 stellt sozialkritische Anklänge neben mythisch-religiöse Betrachtungen. Der Bahnwärter lebt nur für zwei Dinge: seinen Bahnposten und seinen kleinen Sohn. Sein naturbestimmtes Leben wird durch den technischen Fortschritt aufgerüttelt. Er kann dem Gefühl der eigenen Unzulänglichkeit angesichts familiärer Probleme nichts entgegensetzen als die Flucht in den Wahnsinn. Nicole Coulibaly erzählt kontrapunktiert und in stoischer Ruhe vom unausweichlichen Schicksal dieses fremdbestimmten Vaters