Faust
Der russische Regisseur Alexander Sokurow wagt mit «Faust» eine eigenwillige und radikale Neuinterpretation von Goethes Tragödie: In atemberaubenden Bildern entwirft er eine poetische, doch gleichsam verweltlichte, diesseitige Pathologie eines getriebenen Mannes zwischen Wissen, Geld, Macht, Moral und Begierde und formuliert damit eine beissende Kritik am Kapitalismus, der den Menschen in die moralische Verkommenheit stürzt. Das herausragende Werk des modernen Autorenkinos wurde 2011 in Venedig mit dem Goldenen Löwen ausgezeichnet
