Essay. Schwangerschaft

Noch vor 100 Jahren galt eine Schwangerschaft als Phase voller Peinlichkeiten. Heute ist davon nichts mehr zu spüren. Im Gegenteil: Inzwischen gilt die Schwangerschaft als öffentliches Ereignis. Mit dem Rückgang der Geburtenrate wandelten sich die anderen Umstände zur biografischen Ausnahmeerscheinung. Zugleich kam es zu einer Autoritätssteigerung des Fötus, der heute intensiver denn je als Star der Bildkultur inszeniert wird. Eine kleine Kulturgeschichte der Schwangerschaft