Interreligiöser Preis für «Domino Effect»

(medientipp) Am Vision du Réel in Nyon erhielten Elwira Niewira und Piotr Rosolowski für «Domino Effect» den mit 5000 Franken dotierten Preis der Interreligiösen Jury. «Café», der den Hauptpreis des Festivals einheimste, erhielt eine lobende Erwähnung.

Die Jury musste sich zwischen 19 langen Dokumentarfilmen in der Sektion internationaler Wettbewerb entscheiden. Überzeugt hat sie die russisch-abchasische Liebesgeschichte: Die Opernsängerin Natasha gibt ihre Karriere und Familie in Russland auf, um mit Rafael zusammenzuleben, der Sportminister von Abchasien ist. Doch die in Georgien gelegene Region leidet immer noch unter dem seit den 1990er-Jahren schwelenden Kaukasuskonflikt. Für die interreligiöse Jury spiegelt sich die hindernisreiche Liebe «in den sozialen und politischen Spannungen des Landes. Das Ringen von Natasha und Rafael um den Aufbau des Landes und ihre Beziehung verlangt nach einem Dialog ihrer Kulturen.»

Eine lobende Erwähnung erhielt Regisseur Hatuey Viveros Lavielle für «Café (Cantos de humo)». Die interreligiöse Jury schreibt in ihrer Begründung: «‹Café› lädt dazu ein, in das Alltagsleben einer Náhuatl-Familie einzutauchen und zeigt mit grosser Nähe zu den Protagonisten deren Einsatz für Gerechtigkeit und menschliche Würde.» Der mexikanische Film erhält auch den Hauptpreis im internationalen Wettbewerb und ist heute Abend um 20:00 Uhr noch einmal in Nyon zu sehen.

Die Mitglieder der interreligiösen Jury 2014 waren Jean-Jacques Cunnac (Frankreich), Amira Hafner-Al Jabaji (Schweiz), Serge Molla, Jurypräsident (Schweiz) und Brigitta Rotach (Schweiz).

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