Wissen. Der eine nimmt, der andere gibt

Er lebt auf Kosten anderer und gibt Anlass zum moralischen Keulenschwingen – der Schmarotzer. Dabei war der Schmarotzer in der griechischen Antike ein gern gesehener Ehrenmann: «parasitos» bezeichnete einen hochrangigen Beamten, der für die Auswahl der Opfergaben zuständig war und die Speisen bei Opferfesten vorkosten durfte. Kann es also so etwas wie einen guten Schmarotzer geben? Und dann gibt es ja da noch seinen Gegenspieler, den selbstlosen Altruisten. Doch hat nicht zuweilen auch dieser Charakter seine Schattenseiten?