Kontext. Sind wir nicht alle hyperaktiv?
Vor dreissig Jahren kam die ärztliche Diagnose der Hyperaktivitätsstörung bei Kindern und Jugendlichen auf. Ein Syndrom, das bekanntlich nicht selten medikamentös behandelt wird. Dagegen hält Christoph Türcke, Professor für Philosophie und Autor, in seinem Buch «Kritik der Aufmerksamkeitsdefizitkultur». Er fragt: Ist nicht unsere gesamte Medien- und Informationsgesellschaft mit dem Computer als Taktgeber dauernd in heller Aufregung? Und ist nicht unsere eigene Aufmerksamkeit zermürbt von all den Bildmaschinen, die uns umgeben?
