Ökumenischer Filmpreis für Greg Zgliński

(medientipp) Am 27. Filmfestival von Warschau wurde der polnisch-schweizerische Doppelbürger Greg Zgliński für «Courage» mit dem Preis der Ökumenischen Jury ausgezeichnet.

«Courage» («Wymyk») erzählt eine Geschichte im heutigen Polen. Sie handelt von zwei grundverschiedenen Brüdern, die die Leitung einer innovativen Internetfirma übernehmen müssen, nachdem der Vater krankheitshalber ausfällt. Der Film «kann als Variante der Geschichte von Kain und Abel gelesen werden», schreibt die Jury. «In einer herausragenden, ausgefeilten Filmsprache beschäftigt sich ‹Courage› mit dem Thema Zivilcourage und Schuldbewusstsein und plädiert für eine grössere persönliche Verantwortlichkeit.» Neben dem Preis der Ökumenischen Jury wurde auch der Hauptdarsteller Robert Więckiewicz von der Internationalen Jury als bester Schauspieler geehrt. In der Schweiz erhielt Greg Zgliński für «Tout un hiver sans feu» den Schweizer Filmpreis 2005. «Tout un hiver sans feu» hatte in Venedig 2004 bereits die Signis-Jury überzeugt.

Die drei Mitglieder der Ökumenischen Jury Guido Convents (Brüssel), Hans Hodel (Bern) und Marek Kotynski (Warschau) vergaben ferner eine lobende Erwähnung an den rumänisch-polnischen Animationsfilm «Crulic – der Weg ins Jenseits» von Anca Damian und die afrikanische Entdeckung «Graue Materie» («Matière Grise»). Kivu Ruhorahoza erzählt vom Leiden derer, die als Kinder den Völkermord in Rwanda überlebt haben.

http://www.wff.pl/en/


«Tout un hiver sans feu» (Filmtipp)