Glauben. «O Mensch, bewein‘ dein Sünde gross»
Johann Sebastian Bachs Matthäuspassion ist in unserer säkularen Zeit zu einer Art Kunstreligion geworden: In der Passionszeit lockt gerade diese Komposition Menschen in die Kirche, für die Gottvertrauen im Alltagsleben kaum noch eine Rolle spielt. Der Agnostiker Enoch zu Guttenberg wird stets zum Gläubigen, wenn er Bachs Passionen aufführt. Und gerade weil der überaus engagierte Dirigent mit den Resten seiner Frömmigkeit hadert, musiziert er nicht nur um der Musik willen. Sein Dirigat wird für ihn zu einer Art Glaubensbekenntnis
