Kontext. Zwischen „Kuscheljustiz“ und Todesstrafe

Forderungen nach immer härteren Strafen fallen in letzter Zeit auf fruchtbaren Boden. Als Feindbild dient dabei die sogenannte „Kuscheljustiz“, eine vermeintlich täter- statt opferzentrierte Rechtsprechung. Dabei geht oft vergessen, dass Strafe nicht nur Vergeltung ist, sondern vielfältige andere gesellschaftliche Aufgaben erfüllen soll – Abschrecken, Verhindern von Rückfällen, Wiedereingliedern von Tätern in die Gesellschaft usw. Sind härtere Strafen tatsächlich auch wirkungsvollere Strafen? Und was ist übehaupt eine „gerechte“ Strafe?