Das grosse Rennen

Mary träumt von Autorennen und davon, Ingenieurin zu werden. Bis es soweit ist, bastelt die Elfjährige an ihrer Seifenkiste herum. Eine sorglose Kindheit ist das nicht, denn in der Schule wird sie gehänselt, weil sie vom Bauernhof kommt, und daheim muss sie im Hühner- und Kuhstall mithelfen. Ausserdem bekommt sie mit, wie sich ihre Eltern auseinanderleben. Doch dann wird ein grosses Seifenkistenrennen angekündet, bei dem sie unbedingt mitfahren möchte.

Ein Kinderabenteuerfilm mit einer Heldin, die mit ihren roten Haaren ein wenig an Pippi Langstrumpf erinnert. Und doch ist es eben kein Märchen mit einer superschlauen Pippi, die vor nichts und niemandem Angst hat. Mary erlebt Widrigkeiten, die man nicht mit einem Lachen beiseite tun kann. Die im ländlichen Irland angesiedelte Geschichte hat einige nostalgische Züge – so ist ein Seifenkistenrennen für heutige Kinder und Jugendliche wahrscheinlich nicht in dem Masse „das“ Ereignis des Jahres, wie es der Film erzählt. Geradezu altmodisch wirkt, dass Mary bei ihrer Eroberung des traditionell männlichen Terrains doch tatsächlich nur männliche Unterstützer findet, wie Vater, Freund und Lehrer. Gleichwohl wird der Film Buben und Mädchen mitreissen, wenn es darum geht, mit der Heldin mitzueifern, die sich durch niemanden von ihrem Ziel abbringen lässt.

Christine Stark, Filmbeauftragte Reformierte Medien
christine.stark@ref.ch

„Das grosse Rennen“, Schweiz 2009, Regie: André F. Nebe, Besetzung: Niamh McGirr, Colm Meaney, Susan Lynch, Jonathan Mason; Verleih: Stamm Film AG, Internet: http://www.stammfilm.ch, Filmwebsite: http://www.dasgrosserennen-derfilm.de

Kinostart: 9. Juni 2010

„Das grosse Rennen“ im Medienladen
Der Film ist auf DVD zum Kaufen oder Ausleihen erhältlich:
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