Ökumenischer Preis in Oberhausen

(medientipp) An den 56. Internationalen Kurzfilmtagen Oberhausen vergab die ökumenische Jury ihren Preis an „Mur i wieża“ („Mauer und Turm“) von Yael Bartana. Die israelisch-niederländisch-polnische Coproduktion parodiert alte Propaganda-Filme und lässt eine Gruppe von Juden einen Kibbuz bauen – und zwar am Ort des Warschauer Ghettos. So soll in Polen wieder jüdisches Leben etabliert werden. Der Film in Form einer provokativen Satire zeige das Entstehen einer politischen Skulptur gegen Antisemitismus, Nationalismus und das Vergessen, begründete die ökumenische Jury ihren Entscheid. Neben dem mit 1500 Euro dotierten ökumenischen Preis gewann „Mur i wieża“ auch den Hauptpreis des Festivals.
Mit einer lobenden Erwähnung zeichnete die vierköpfige ökumenische Jury „Electric Light Wonderland“ aus. Der Film der Britin Susanna Wallin handelt von einem fürsorglichen allein erziehenden Vater, wobei er in subtiler Bildsprache und einfühlsamen Nahaufnahmen vom gegenseitigen Respekt und Vertrauen zwischen Vater und Söhnen erzähle.
In der von Interfilm und Signis getragenen ökumenischen Jury waren vertreten: Brigitte Affolter (Schweiz), Achim Forst (Deutschland), Bernadette Meier (Schweiz) und Eberhard Streier (Deutschland).

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