Sternstunde Philosophie. Eine enttäuschte Liebe zu Israel
Die in Freiburg im Breisgau geborene Jüdin Angelika Schrobsdorff ging 1983 ins Gelobte Land, um dort das verlorene Glück, das ihr von den Nazis genommen worden war, wiederzufinden. Bis zur ersten Intifada erschien Jerusalem ihr die schönste Stadt der Welt, dann erlebte die Schriftstellerin die hässliche Seite der israelischen Politik und sah sich gezwungen, das Land wieder zu verlassen. „Jerusalem war immer eine schwere Adresse“ lautet der Titel des Buches, das Schrobsdorff ihren Freunden „auf beiden Seiten der Grünen Grenze“ gewidmet hat und in dem sie auf höchst persönliche Weise schonungslos Zeugnis ablegt vom Leben in einem Land, das zwei semitischen Völkern gehört und gleichwohl im Unfrieden lebt
