Oberhausen – von Kinderwelten beeindruckt
(medientipp) In den vergangenen Tagen (1. bis 6. Mai 2008) war Oberhausen wieder Kurzfilm-Welthauptstadt. Die Ökumenische Jury hat aus 61 Filmen zwei ausgezeichnet, die Lebenswelten und Entwicklungsbedingungen von Kindern thematisierten.
Der Preis der Ökumenischen Jury wird an Filme verliehen, die sich durch künstlerische Qualität auszeichnen, eine in besonderer Weise dem Evangelium entsprechende menschliche Haltung zum Ausdruck bringen und den Zuschauer für humane und spirituelle Werte sensibilisieren. Aus 61 Titeln des Internationalen Wettbewerbs nahm die Kirchenjury in diesem Jahr sechs Titel in die engere Auswahl. Der mit 1´500 Euro dotierte Preis ging an Kawamura Yuki für seinen Film „Senko“ („Spark“/“Funke“), Frankreich 2008 mit der Begründung: „Eine junge japanische Familie wird mit dem Tod der Mutter konfrontiert. Der eindrückliche Kurzspielfilm lässt uns in symbolträchtigen Bildern miterleben, wie der kleine Yu und sein Vater in dieser Leidsituation von familiärer Geborgenheit getragen werden.“
Eine Lobende Erwähnung erhielt der Film „Setu“ („The Bridge“/“Die Brücke“) von Shyamal Sanghamitra Karmakar, Indien 2007: „In einer aufstrebenden indischen Stadt versucht ein Mädchen seine kindliche Welt zu bewahren. Mit kontrastreicher Bildsprache zeigt der Dokumentarfilm, wie sehr Kindheit durch Urbanisierung bedroht ist.“
Mitglieder der Ökumenischen Jury waren: Irina Grassmann, Frankfurt a/M, Wolfgang Luley, Frankfurt a/M, Christian Murer, Urdorf/Schweiz, Eberhard Streier, Essen, und Peter F. Stucki, Niederwangen/Schweiz.
