Into the Wild
Das College liegt erfolgreich hinter, ein Studium in Harvard vor ihm. Doch Christopher will weder studieren, noch ein neues Auto von seinen Eltern geschenkt bekommen. Er sucht nach einem anderen, dem eigentlichen Leben und lässt entschlossen alles hinter sich. So radikal wie er aussteigt, sehnt er sich nach schierer Unmittelbarkeit. Egotrip oder Männerromantik? Sein Ziel ist die Wildnis von Alaska, wo sein Abenteuer ein Ende finden wird.
Adoleszenzdrama, Aussteigerfilm, Abenteurerkino? – Etiketten funktionieren nicht für den Film des Hollywoodrebellen Sean Penn, der mit einer ganz eigenen Wucht überwältigt. Naturgewalten brechen über die Leinwand herein, und es scheint, als sei der Regisseur mit jenem jungen Mann seelenverwandt, der sich durch nichts und niemanden von seinem Weg abbringen liess. Dem Film liegt die wahre Geschichte des Aussteigers Chris McCandless zugrunde. Regisseur Sean Penn findet McCandless´ Persönlichkeit umkreisend Bilder für dessen innerste Sehnsüchte, zeigt illustre Zufallsbekanntschaften als Weggefährten und immer wieder das eisig wilde Alaska. Hier und nicht in Karriere oder Profit suchte Chris McCandless Erfüllung. Ein gitarrengesättigter Soundtrack untermalt diesen anderen uramerikanischen Traum von der unendlichen Weite eines Landes. Ein Film über eine Ausnahmefigur, den man nicht allzu schnell vergisst.
Christine Stark, Filmbeauftragte der Reformierten Medien
christine.stark@ref.ch
„Into the Wild“, USA 2007, Regie: Sean Penn, Besetzung: Emile Hirsch, Catherine Keener, Marcia Gay Harden, Kirsten Stewart, Hal Holbrook; Verleih: Monopol Pathé Films AG, Internet: http://www.pathefilms.ch, Filmwebsite: http://www.intothewild.com
Kinostart: 7. Februar 2008
«Into the Wild» ist Film des Monats Februar. Der Film des Monats kann als pdf geladen werden: medientipp.ch/pdf/filmtipp_200802.pdf
